Atem/Stimmtraining nach Covid-Erkrankung (long-covid):

In unserer Praxis besteht für Menschen nach einer covid-Erkrankung die Möglichkeit, Atem- und Stimmtraining zu machen, um die durch die Erkrankung geschwächte Atemmuskulatur wieder aufzubauen. Sie brauchen einen Nachweis über Ihre Genesung bzw. über die vollständig erfolgte Impfung oder einen negativen Corona-Test. Die Abrechnung erfolgt durch eine ärztliche Verordnung oder als Selbstzahler/In. 

Bitte beachten:

Bei Symptomen wie Husten, Fieber oder wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören, bitten wir Sie, die Termine aktiv abzusagen.

Wir haben Informationen, mit Hinweisen zum Infektionsschutz/ Hygienemaßnahmen in der Praxis ausgehängt und bitten Sie, sich daran zu halten.

Wir bitten die Angehörigen, nach Möglichkeit, die Zeit während der Therapie nicht im Wartezimmer zu verbringen.

Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit. Ihr Praxisteam.

 

Long-COVID: Welche Rolle spielt der Vagusnerv?

Neue Forschungsergebnisse, die auf dem European Congress of Clinical Microbiology & Infectious Diseases 2022 vorgestellt werden, deuten darauf hin, dass viele Symptome von Long-COVID mit Effekten von SARS-CoV-2 auf den Vagusnerv zusammenhängen könnten. Die Autoren einer neuen Studie bringen Vagusnerv-Dysfunktionen (VND) mit unterschiedlichen Beschwerden in Zusammenhang.

Von 22 Probanden der Studienkohorte waren 20 (91%) Frauen mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren. Die häufigsten VND-assoziierten Symptome waren: Durchfall (73%), Tachykardie (59%), Schwindel, Dysphagie und Dysphonie (jeweils 45%) sowie orthostatische Hypotonie (14%). Fast alle Teilnehmer (19 Probanden, 86%) hatten mindestens 3 VND-bezogene Symptome. Die mediane Dauer der Symptome betrug 14 Monate. 6 von 22 Patienten (27%) zeigten im Ultraschall eine Veränderung des Vagusnervs im Nacken – sowohl eine Verdickung des Nervs als auch einer erhöhten Echogenität, was auf entzündliche Veränderungen hinweist.

Ein Thorax-Ultraschall zeigte bei 10 von 22 (46%) Probanden abgeflachte Zwerchfellkurven, was auf eine Abnahme der Zwerchfellbeweglichkeit während der Atmung hinweist. Insgesamt 10 von 16 (63%) untersuchten Personen zeigten einen reduzierten maximalen Inspirationsdruck als Zeichen einer Schwäche der Atemmuskulatur.

Die Ess- und Verdauungsfunktion war bei einigen Patienten ebenfalls beeinträchtigt, wobei 13 von 18 Teilnehmern der Studie (72%) Schluckbeschwerden hatten. Eine bei 19 Patienten durchgeführte Bewertung der Magen- und Darmfunktion ergab, dass bei 8 (42%) die Fähigkeit, Nahrung in den Magen zu transportieren, beeinträchtigt war. Gastroösophagealer Reflux wurde bei 9 von 19 (47%) Personen beobachtet.

Ein Voice-Handicap-Index-30-Test (eine Standardmethode zur Messung der Stimmfunktion) war in 8 von 17 (47 %) Fällen auffällig, wobei 7 dieser 8 Patienten (88%) an Dysphonie litten.

(Quelle: : https://medicalxpress.com/news/2022-02-covid-linked-effects-sars-cov-vagus.html )


Weiterhin möglich: Teletherapie / Videokonferenz

Das Praxisteam ist weiterhin Ihr Ansprechpartner für Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie.

Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie besteht die Möglichkeit, die Therapien mit Videoübertragung durchzuführen und die Ihnen vertraute bzw. neu kennengelernte Therapeutin so weiterhin wöchentlich zum Therapietermin „besuchen“ zu können.

gez. Praxisleitung

Anmeldung zur Videochat-Teletherapie

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Die Voraussetzung zur Teilnahme an der Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie per Videochat ist Ihre Zustimmung dazu sowie die Bestätigung der erhaltenen Therapiesitzungen.

- Zustimmung zur Durchführung von Teletherapie

- Bestätigung nach Erhalt von Teletherapie